Wärmepumpen-Boom 2025: Fast jede zweite neue Heizung ist eine Wärmepumpe

Mit 299.000 verkauften Geräten und einem Plus von 55 Prozent hat die Wärmepumpe 2025 einen beeindruckenden Aufschwung erlebt. Was steckt hinter diesem Erfolg und was bedeutet das für Hausbesitzer?

Wärmepumpen-Boom 2025: Fast jede zweite neue Heizung ist eine Wärmepumpe

Symbolbild (KI-generiert) – Die Darstellung dient der Illustration und entspricht nicht zwingend der Realität.

Ein bemerkenswertes Jahr für die Wärmepumpe

Die Zahlen, die der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) kürzlich veröffentlicht hat, sprechen eine deutliche Sprache: 299.000 Heizungs-Wärmepumpen wurden 2025 in Deutschland abgesetzt – ein Plus von satten 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu kommen noch 49.500 Trinkwasser-Wärmepumpen.

Meine Einschätzung: Diese Entwicklung überrascht mich nicht. In meinen Beratungsgesprächen merke ich seit Monaten, dass die anfängliche Verunsicherung durch die Heizungsdebatte einer sachlichen Betrachtung gewichen ist. Die Menschen informieren sich, rechnen nach – und entscheiden sich dann häufig für die Wärmepumpe.

Luft-Wasser-Wärmepumpen dominieren den Markt

Die Verteilung der Technologien ist eindeutig:

  • Luft/Wasser-Wärmepumpen: 95 % Marktanteil (Zuwachs: 59 %)
  • Erdreich-Wärmepumpen: 5 % Marktanteil mit 16.000 Geräten (Zuwachs: 8 %)
  • Trinkwasser-Wärmepumpen: Zuwachs von 20 %

Was ich daran schätze: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe hat sich als praktikable Lösung für die breite Masse etabliert. Sie lässt sich in nahezu jedem Gebäude installieren, ohne aufwendige Erdarbeiten. Das macht sie für viele meiner Kunden zur ersten Wahl.

Warum der Aufschwung?

BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel fasst es treffend zusammen:

„Wir sehen nach zwei Jahren, in denen das Thema Heizen politisch stark polarisiert wurde, dass die Wärmepumpe nun vor allem mit Leistung überzeugt." Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP), Pressemitteilung Januar 2026

Die Gründe für den Erfolg sind vielfältig:

  • Wachsendes Vertrauen in die Technologie
  • Preisrisiken und Versorgungsunsicherheiten bei Gas und Öl
  • Klimabewusstsein der Verbraucher
  • Attraktive Förderbedingungen

Die Förderung wirkt

Ein entscheidender Faktor ist die KfW-Heizungsförderung. 2025 wurden über 288.000 Förderzusagen für Projekte mit Wärmepumpen erteilt – ein Plus von 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Meine Einschätzung: Knapp 80 Prozent der Wärmepumpen werden mittlerweile im Bestand eingesetzt. Das widerlegt ein hartnäckiges Vorurteil, das mir in Beratungen immer wieder begegnet: Die Wärmepumpe funktioniert nicht nur im Neubau, sondern auch in älteren Gebäuden.

Ein Blick auf die Zahlen: Absatz vs. tatsächliche Installation

Hier muss ich einen wichtigen Punkt erklären, der oft für Verwirrung sorgt: Die Absatzzahlen spiegeln nicht eins zu eins die Installationen wider. Nach der Energiekrise 2022 kam es zu:

  1. Einem Lageraufbau von etwa 65.000 bis 85.000 Geräten
  2. Einem Lagerabbau bis Frühjahr 2025
  3. Jetzt einer Normalisierung des Marktes

Die tatsächlichen Installationszahlen lagen 2024 also über dem gemeldeten Absatz – ein gutes Zeichen für die Branche.

Was die Branche von der Politik erwartet

Die Wärmepumpen-Industrie blickt mit gemischten Gefühlen auf die anstehende Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Branche befürchtet vor allem, dass ein reformiertes Gesetz zur Investitionsbremse werden könnte, wenn plötzlich völlig andere Regeln gelten.

Meine Einschätzung: Stabilität bei den Rahmenbedingungen ist das A und O. Viele meiner Kunden warten derzeit ab, weil sie nicht wissen, welche Regeln morgen gelten. Das bremst den Markt unnötig aus.

Die Rolle der kommunalen Wärmeplanung

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Kommunen müssen bis Mitte 2026 (Großstädte) bzw. Mitte 2028 (alle anderen) ihre Wärmepläne vorlegen. Allerdings sind viele Aussagen zu Gas- und Fernwärmenetzen bisher vage und unverbindlich.

Für Hausbesitzer bedeutet das: Wer auf konkrete Planungen seiner Kommune wartet, wartet möglicherweise lange. Die dezentrale Wärmepumpe bietet hier eine unabhängige Lösung.

Haben Sie Fragen?

Überlegen Sie, ob eine Wärmepumpe für Ihr Gebäude in Frage kommt? In einer individuellen Energieberatung können wir gemeinsam prüfen:

  • Welcher Wärmepumpentyp zu Ihrem Gebäude passt
  • Welche Fördermittel Sie nutzen können
  • Ob bauliche Maßnahmen sinnvoll sind
  • Mit welchen Betriebskosten Sie rechnen können

Sprechen Sie mich an – ich helfe Ihnen gerne, die richtige Entscheidung für Ihre Situation zu treffen.

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Als Energieberater in Hennef berate ich Sie gerne persönlich – kostenlose Erstberatung!

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