Digitales Heizungsmonitoring: Warum Mehrfamilienhäuser davon profitieren
Über den Betriebszustand vieler Heizungen ist praktisch nichts bekannt. Die dena zeigt: Digitales Monitoring kann nicht nur Energie sparen, sondern ist oft sogar umlagefähig. Hier die wichtigsten Fakten.
Symbolbild (KI-generiert) – Die Darstellung dient der Illustration und entspricht nicht zwingend der Realität.
Warum über Heizungsmonitoring sprechen?
Hand aufs Herz: Wissen Sie, wie effizient Ihre Heizung wirklich läuft? Bei den meisten Heizungsanlagen – besonders in Mehrfamilienhäusern – ist der Betriebszustand praktisch unbekannt. Viele laufen ineffizient, verbrauchen zu viel Energie und verschleißen schneller als nötig.
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) beschäftigt sich intensiv mit dem Thema digitales Heizungsmonitoring und hat interessante Erkenntnisse veröffentlicht, die besonders für Vermieter und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern relevant sind.
Was bringt digitales Heizungsmonitoring konkret?
Ein digitales Monitoring-System erfasst kontinuierlich Daten Ihrer Heizungsanlage – Temperaturen, Laufzeiten, Verbräuche. Das klingt erstmal technisch, bringt aber ganz praktische Vorteile.
Transparenz, die motiviert
Laut einer Umfrage der dena im Modellvorhaben „Bewusst heizen, Kosten sparen" geben 84 Prozent der Mieter an, dass die verbesserte Transparenz über den eigenen Verbrauch sie zu einem bewussteren Heizverhalten motiviert. Über 70 Prozent der Befragten sind sogar der Meinung, dass sie seitdem sparsamer mit Heizenergie umgehen.
Interessant: Innerhalb der Mehrfamilienhäuser tauschen sich Mieter über ihren Wärmeverbrauch aus – ein positiver Nebeneffekt, von dem alle profitieren.
(Quelle: dena-Modellvorhaben)
Einsparpotenziale werden sichtbar
In rund zwei Dritteln der befragten Miethaushalte belasten die Heizkosten die Haushaltskasse mittel bis stark. Über 80 Prozent sind überzeugt, dass Einsparungen möglich sind.
Das Problem: Ohne Monitoring bleiben Fehleinstellungen oft jahrelang unentdeckt. Laut dena-Dossier „Monitoring in Heizungskellern von Wohngebäuden" sind viele Anlagen ineffizient eingestellt – mit der Folge: hohe Energieverbräuche und übermäßiger Verschleiß.
Neue Pflichten ab 2026: Heizungsprüfung digital erfüllen
Falls Sie sich fragen, ob das Thema für Sie relevant ist – sehr wahrscheinlich ja. Denn seit Inkrafttreten der neuen Regelungen im Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt es verpflichtende Heizungsprüfungen:
- § 60b GEG: Heizungsanlagen, die mindestens 15 Jahre alt sind, müssen geprüft und optimiert werden
- § 60a GEG: Auch neue Wärmepumpen unterliegen Prüfpflichten
Ziel ist es, Fehleinstellungen zu erkennen und zu beheben, um Energieverbrauch und Heizkosten nachhaltig zu senken.
Die gute Nachricht: Diese gesetzlichen Vorgaben können auch durch ein digitales Heizungsmonitoring erfüllt werden. Wärmepumpen, die einer Fernkontrolle unterliegen, müssen nicht erneut geprüft werden.
(Quelle: dena-Dossier zu § 60a und § 60b GEG und KEDi-Infoseite)
Sind die Kosten auf Mieter umlegbar?
Diese Frage hat viele Vermieter lange verunsichert. Ein Rechtsgutachten der dena bringt jetzt Klarheit:
Ja, die laufenden Kosten für digitales Heizungsmonitoring sind umlagefähig – genau wie klassische Wartungskosten der Heizung.
Das macht Monitoring vom rechtlichen Unsicherheitsfaktor zum planbaren Instrument. Kosten für Datenerhebung, Monitoring und Optimierung können auf die Betriebskosten umgelegt werden.
Und laut der dena-Umfrage sind über 70 Prozent der Mieter bereit, Kosten für diese Dienstleistung zu tragen – wenn sie damit ihren Heizungsverbrauch so weit senken können, dass unterm Strich keine zusätzlichen Kosten entstehen.
Praxisbeispiel: 212 Gebäude digitalisiert
Die Wohnungsgesellschaft Werdohl (WoGe) hat es vorgemacht: Sie verwaltet 212 Gebäude mit 1.417 Wohnungen und hat alle Heizungskeller digitalisiert.
Das Ziel: Klimaneutralität bis 2035. Durch das Monitoring können Energieverbräuche gesenkt werden, ohne dass der Wohnkomfort leidet. Die Lösung funktioniert herstellerunabhängig – egal ob Gas, Öl oder Wärmepumpe.
Meine Einschätzung: Sinnvoll für fast jeden Mehrfamilienhaus-Besitzer
Digitales Heizungsmonitoring ist kein „nice to have" mehr, sondern wird durch die neuen Pflichten im GEG faktisch zur Notwendigkeit – zumindest für ältere Anlagen und neue Wärmepumpen.
Was ich daran schätze:
- Es schafft Transparenz, die vorher nicht da war
- Es erfüllt gesetzliche Pflichten (§ 60a/b GEG)
- Es spart Energie und Kosten – oft mehr, als man denkt
- Die Kosten sind umlagefähig und werden von vielen Mietern akzeptiert
Für mich als Energieberater ist das ein klarer Fall von Easy Intelligent Energy: Technik, die Ihnen den Alltag erleichtert, nicht verkompliziert.
Weitere Informationen
Wenn Sie mehr wissen wollen, empfehle ich die Dossiers und Informationen der dena zum Thema:
- Monitoring in Heizungskellern von Wohngebäuden
- Verpflichtende Heizungsprüfung und -optimierung
- Heizungsoptimierung (§§ 60a-c GEG) – KEDi
Haben Sie Fragen?
Sie überlegen, ob Heizungsmonitoring für Ihr Mehrfamilienhaus sinnvoll ist? Oder möchten wissen, wie Sie die neuen Pflichten aus dem GEG am besten erfüllen?
Ich berate Sie gerne – unabhängig und herstellerneutral.
Smarte Lösungen wie Heizungsmonitoring sind genau mein Ding. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, was für Ihre Situation am besten passt.
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